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Pussy Yoga

Geschrieben von Carolin Stephan 07 Oct 2017
Pussy Yoga

Pussy Yoga

Ein Orgasmus ist etwas Wunderbares. Nicht jeder Frau kennt ihn und es ist noch immer ein Tabu, darüber zu sprechen. Vor allem, wenn man nicht leicht oder gar nicht zum erlösenden Höhepunkt gelangt. An dieser Stelle muss aber auch gesagt werden, dass Vögeln ohne zu Kommen auch sehr erfüllend ist.   Vor Lust den Verstand zu verlieren kommt  schon gut. Vor allem in unserer so kontrollierten Gesellschaft. Wir können unseren Körper tatsächlich für den Aufstieg zum Höhepunkt vorbereiten und trainieren. Unser Orgasmus Booster ist unser Beckenboden. Ist seine Muskulatur gut trainiert, kann das helfen, unsere Orgasmusfähigkeit zu steigern.

Auf der Suche nach dem Orgasmuskel

Die Beckenbodenmuskulatur ist das was wir Mädels zusammenkneifen, wenn wir pinkeln müssen und vor uns in der Schlange noch 5 andere Damen stehen, die auch etwas verkniffen trippeln und auf die nächste frei werdende Toilette warten. Wir spannen ihn an, wenn wir niesen, lachen, schwer tragen oder hüpfen und sorgt somit – neben den Schließmuskeln – dafür, dass in diesem Momenten kein Unglück geschieht. Der Beckenboden verschließt  den Ausgang des Beckenknochens nach unten und besteht aus drei fingerdicken Muskelschichten (innere, mittlere, äußere). Die Muskelstränge sind dabei gitterartig zwischen dem Becken gespannt. Einfach mal den Finger in die Muschi stecken und hochziehen.

Was kann ein starker Beckenboden?

Die Beckenbodenmuskulatur ist unsere innere Mitte. Das Zentrum unserer Weiblichkeit. Ist sie aktiv wird in Sekunden der Bauch flacher, der Po fester, die Innenseite der Oberschenkel straffer. Wir richten uns innerlich und äußerlich auf. Eine solche Haltung strahlt nicht nur Selbstbewusstsein und Schönheit aus, sondern macht uns stabiler, gelassener und versorgt uns mit Energie. Und wir wachsen locker 2 - 3 cm in die Höhe.

Der Beckenboden muss stark genug sein, um entstehenden Druck im Bauchraum standzuhalten und die Organe wie Gebärmutter und Blase im Bauch- und Beckenbereich halten zu können. Ein gut trainierter Beckenboden sorgt für eine bessere Durchblutung des Beckens, was die Empfindsamkeit in diesem Bereich steigern kann. Damit ist der Beckenboden maßgeblich für ein erfüllteres Lustempfinden verantwortlich. Beim Orgasmus pulsiert der Beckenboden, das heißt Anspannung und Entspannung wechseln sich ab. Je kräftiger diese Muskulatur ist, umso intensiver die Orgasmen. Das klingt doch logisch. Und sollte Motivation genug sein mit dem Training genau jetzt zu beginnen.

Ist das Becken gut durchblutet kann das auch die Schleimhäute zur Produktion von Schleim anregen und damit Scheidentrockenheit entgegenwirken. Zu guter Letzt verhindert ein kräftiger Beckenboden Blasenschwäche und damit Inkontinenz.

Wann macht der der Beckenboden schlapp?

Ein von Haus aus schwaches Bindegewebe wirkt sich auch auf den Beckenboden aus.  Ausserdem sind Übergewicht, Schwangerschaft und Geburten, sowie Hormonumstellung in den Wechseljahren maßgeblich für die Erschlaffung der Beckenbodenmuskulatur verantwortlich. Auch schwere körperliche Belastung und chronischer Husten belasten den Beckenboden. Es trifft Frauen jeden Alters und weil man diesen Muskel nicht sieht, wird er oft erst bemerkt, wenn er Schlapp macht.

Training, Training, Training! 

Wenn ich an den Beckenboden denke, spanne ich ihn mittlerweile automatisch an. Das ist fast schon wie ein Reflex. Versuche es doch auch mal: Wenn du in bestimmten Situationen wie zum Beispiel beim Autofahren, Zähneputzen, Telefonieren, beim Champagnerempfang….. immer mal kurz deine Gedanken zwischen deine Beine schickst, wäre das schon mal ein guter Anfang. Achte dabei darauf, dass du keine anderen Muskeln anspannst – zum Beispiel Bauch, Rücken oder Schultern. Außerdem musst du normal weiteratmen – nicht die Luft anhalten! Versuche, diese Muskeln so weit zu trainieren, dass du die Anspannung bis zu zehn Sekunden lang halten kannst. Das sieht keiner, macht aber Spaß und hat Wirkung.

Meine 3 Pussy Yoga Übungen

Jeweils 2 Runden à 10 Wiederholungen mit einer kleinen Pause dazwischen

1. Fersenpower

Morgens nach dem Aufstehen neben dem Bett bequem auf den Rücken legen, die Beine in hüftbreitem Abstand aufstellen. Ober- und Unterschenkel bilden einen rechten Winkel. Stell jetzt die Fersen auf, die Zehen zeigen nach oben. Atme tief in den Bauch ein. Schmiege beim Ausatmen deinen unteren Rücken an den Boden, zieh den Beckenboden kraftvoll Richtung Bauchnabel und bewege dabei die Sitzbeinhöcker aufeinander zu und drücke gleichzeitig die Fersen senkrecht nach unten. Beim nächsten Einatmen löst du die Spannung wieder und das Becken rollt zurück.

2. Bogenschießen

Zwischen Zähneputzen und Frühstück setzt du dich aufrecht auf einem Stuhl und streckst deine Arme waagrecht nach vorne aus. Nun führst du abwechselnd einen Arm nach hinten, als würdest du einen Bogen spannen. Dein Oberkörper und dein Kopf folgen der Bewegung, wobei dein Becken gerade bleibt. Bei dieser Übung ist es wichtig, dass du die Schultern nach unten drückst und ruhig atmest.

3. Aufsteigerin

Richtiges Treppensteigen ist das ultimative Pussyworkout für den Alltag. Rolltreppe und Aufzug sind ab jetzt tabu. Setze nur den Vorderfuß auf die nächst höhere Stufe, zieht den Beckenboden hoch und nutze diese Kraft dazu, Dich mit dem jeweils unteren Fuß abzustoßen. Du wirst staunen wie energiegeladen und leichtfüßig Du Stufe um Stufe Deinem Ziel näher kommst.

Für Fortgeschrittene: Pussy Hanteln

Liebeskugeln, Yoni Ei & Geisha Kugeln: Diese Kugeln sind so etwas wie Pussy Hanteln. Je kleiner und schwerer desto kräftiger muss der Beckenboden sein. Einfach einführen. Am besten täglich und dann einfach Laufen, Joggen, Trampolin springen (ok, ihr müsst nicht gleich übertreiben 😊). Du trainierst dabei ganz nebenbei ohne groß darüber nachzudenken deinen Beckenboden. Die Kugeln vibrieren bei Bewegung und stimulieren so die Muskeln, sich zusammenzuziehen. Eine andere Möglichkeit ist ein eiförmiger Halbedelstein (Rosenquarz oder schwarze Nephrit Jade), der in der Vagina getragen wird und automatisch bei den alltäglichen Bewegungen die verschiedenen Schichten der Beckenbodenmuskulatur kräftigt. Bitte probiert erst mal daheim aus, wie stark ihr seid. Es könnte sonst in der Schlange an der Kasse im Supermarkt unangenehm werden.

Sex: das beste Training überhaupt

Gibt es eine schönere Art zu trainieren als durch erfüllten Sex? Wohl kaum. Zwar ist der Beckenboden auf dem Weg zum Höhepunkt eher entspannt, der Orgasmus an sich ist dann aber eine unkontrollierte Muskelkontraktion des Beckenbodens. Also das ultimative Boot Camp. Je stärker der Muskel wird, desto intensiver ist natürlich diese Kontraktion und damit der Höhepunkt. Jetzt haben wir nicht unbedingt immer den Mann zur Hand, der mit uns den manchmal mühsamen Aufstieg zum Gipfel der Lust geht. Kein Grund zu resignieren! Deinen Orgasmus kannst Du auch selbst in die Hand nehmen. Das ist oft noch intensiver und hat den gleichen Effekt.

Hier gibt es ein paar Tools, die deinen Beckenboden trainieren und pflegen.

Das wundervolle Titelbild hat Luisa Hecking für uns illustriert. Follow her on Instagram. 1.000 Dank, liebe Luisa!

Dieser Artikel von mir ist  gerschrieben für und erschienen bei dem wunderbaren Blog rebelinanewdress.

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