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Lass uns über Fetisch sprechen

Geschrieben von Carolin Stephan 21 Oct 2017
Lass uns über Fetisch sprechen

Ob Lack, Leder, Latex oder Nylon: Fetischstyle ist gerade mal wieder sehr en vogue. Aber war es jemals nicht angesagt? Mode war schon immer eine Huldigung verschiedenster Fetische. Denn senden wir mit unserem Style nicht bewusst und unbewusst erotische Signale aus? Absolut! Ob wir das beabsichtigen oder nicht. Sind wir deshalb alle Fetischisten? Ganz frei machen können wir uns davon nicht: Wo hört „gefällt mir“, „steh ich drauf“, „macht mich an“ auf und wo fängt der echte Fetisch an?

Was ist eigentlich Fetisch?

Den Begriff „Fetisch“ haben vor vielen hundert Jahren portugiesische Entdecker von ihren Reisen mitgebracht. Die „Fetische“ damals waren von Schamanen ferner Länder verzauberte Objekte. Sobald ein Objekt, ein bestimmtes Material oder auch ein Körperteil mich verzaubern kann und die Macht hat, mich zu erregen, dann ist das ein Fetisch.

Wenn die Lust von uns Besitz ergreift, setzt sich der Verstand auf den Beifahrersitz und die Begierde übernimmt das Steuer. Durch echte Geilheit - ich hasse dieses Wort aber hier passt es - werden gestandene Männer zu Jungs und brave Mädchen zu Huren. Sexuell reagieren wir dann völlig intuitiv. Was uns anmacht, erregt oder abtörnt ist tief in uns verwurzelt und hat sich zu einer Zeit in uns manifestiert, in der eine bewusste Sexualität noch nicht vorhanden war. Wir müssen unseren Fetisch nicht verstehen, aber wir sollten ihn kennenlernen und ihm gerecht werden. Auch wenn er uns im ersten Moment irritiert, wird er immer ein Teil von uns sein. Ob wir das wollen oder nicht. Er wird sich immer wieder melden. Warum ihn dann nicht nutzen?

Ist dichtes Schamhaar pervers?

Warum unterdrücken wir etwas, was uns doch guttut und wonach wir uns im Innersten sehnen? Ist doch prima, wenn wir unseren ganz persönlichen Erregungsturbo kennen. Wenn Menschen ihre Fetische ausleben - so absurd sie erscheinen mögen - darf aus meiner Sicht kein Außenstehender das als abnormal bewerten. Sexualität hat unendlich viele Facetten und bei den Fetischen gibt es Nichts, was es nicht gibt. Was ist denn schon die sexuelle Norm? Wer hat das Recht diese festzulegen? Schöne Dessous sind noch ok, aber Latex? High Heels ja, aber Gummistiefel? Völlig glatt rasiert ist heute gesellschaftsfähig, wer aber auf dichtes Schamhaar steht, ist pervers? Wenn wir auf einen knackigen Hintern abfahren ist das normal, aber auf Füße?

Die unumstößliche Grenze in all unserem Handeln auch in der Sexualität und dem Fetisch bringt dieser Satz von Kant auf den Punkt:

Meine persönliche Freiheit hört dort auf, wo die Freiheit des Anderen beginnt.

Solange Menschen freiwillig und mit Freude miteinander tun, was allen Beteiligten uneingeschränkt Spaß bereitet und auch kein Unbeteiligter davon belästigt wird, ist doch alles gut. Schwierig wird es, wenn uns der Fetisch dominiert. Wenn ohne das Objekt der Begierde keine erfüllende Sexualität möglich ist. Wenn der schwindelerregend hohe Schuh wichtiger ist als der geliebte Partner, der ihn trägt. Dann kann der Fetisch zur Qual werden. Letztlich macht jede sexuelle Spielart aber unser Leben bunter und inspirierender. Vor allem wenn wir einen Partner gefunden haben, der sich mit uns auf die Suche nach unseren sexuellen Gipfeln und Abgründen begibt. Der mit uns in die spannende Welt der Fetische eintaucht.

 

Dieser Artikel ist erschienen bei Rebel in a new Dress. Dem wunderbaren Blog von Nicki Nowicki.

Lust auf erste Berührung mit Fetisch? Dann finden Sie hier "Objekte der Begierede"

 

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