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Erogene Zone

Geschrieben von Carolin Stephan 12 Jul 2018
Erogene Zone

Vor 12 Jahren, als das Thema Erotik hinter vorgehaltener Hand und in lieblosen Sexshops statt fand, eröffneten mein damaliger Mann und ich mit darling frivole eine exklusive Erotik Boutique mit Niveau. Zeitgleich begannen wir die ersten Projekte als Interior Designer zu realisieren. Seitdem gestalte ich wundervolle Interiorprojekte und habe zudem viel Erfahrung im Umgang mit dem Thema Erotik gesammelt. Beides spannende Aufgaben, die mich mit den sehr persönlichen Bedürfnissen, Wünsche und Nöte meiner Kunden konfrontiert haben. Sinnlichkeit und eine behagliche Atmosphäre zu schaffen, waren schon immer Grundprinzipien meiner Interiors und das bezieht sich nicht nur auf das Schlafzimmer. Aber dort ist es ganz besonders wichtig. Deshalb hier ein paar Einrichtungstipps fürs Schlafzimmer.

Was unserem Schlafzimmer tatsächlich Sexappeal verleiht, liegt an vielen Faktoren – und diese sind so individuell wie unsere Sexualität. Klar, die Atmosphäre aus Farbe, Licht und sinnlichen Materialien gibt schon mal einen wichtigen Rahmen vor. Egal ob Leder, Seide, Baumwolle, Samt oder Fell. Da hat Jeder ganz eigene Vorlieben, die zu berücksichtigen sind. Was mag ich anfassen, was mag ich riechen …

Einrichtungstipps fürs Schlafzimmer

Das Bett – Bühne der Begierde

Im Mittelpunkt des Schlafzimmers steht das Bett. Heutzutage werden die Betten immer weicher und kaum jemand denkt daran, dass guter Sex manchmal etwas härter sein darf. Der ist schwer zu realisieren in einer Wolke von Matratze. Darauf wird man beim Bettenkauf sicher selten hingewiesen. Da geht es ausschließlich um den erholsamen Schlaf. Und der ist natürlich elementar wichtig. Aber Achtung! Aufpassen, dass dabei die Beziehung nicht mit einschläft. Um sich fallen lassen zu können, sollte das Bettkopfteil auf jeden Fall an einer starken Wand stehen oder in sich selbst sehr stabil sein.

Ein weiterer Spielplatz kann ein spezielles „Vögelmöbel“ sein: Eine Art Chaiselongue, die der Erotik dient und die sich weder vor den Kindern noch der Schwiegermutter verstecken muss. Es muss also nicht gleich die Liebeschaukel von der Decke hängen oder der Spiegel über dem Bett montiert werden. Es geht auch wesentlich subtiler und immer mit einem Augenzwinkern.

Die Lustkiller im heimischen „Nagelstudio“

Nach dem Motto „wir sind ja nur zum Schlafen da“ mutiert manches Schlafzimmer zur Abstellkammer: weiße Wände, Doppelbett mit zwei Matratzen und zwei Bettdecken, gegenüber eine praktische Schrankwand und wenn das noch nicht reicht, steht in der Ecke der gute Wäscheständer. Die Familienfotos nicht zu vergessen. Wie soll da Erotik aufkommen? Und wer sich den Schmuseteddy ins Bett holt, braucht sich nicht wundern, wenn die Erotik auf Kuschelniveau dahin dümpelt. Offen rumliegende Rechnungen, Akten oder schmutzige Wäsche haben im Schlafzimmer ebenfalls nichts zu suchen. Wir wollen hier so wenig wie möglich mit dem Alltag konfrontiert werden.

Selbst ist der Voyeur

Spiegel doppeln die Energie. Wer sich oder den Partner bei der Erotik gerne beobachtet, sollte Spiegel so inszenieren, dass Sie bei Bedarf zur Stelle sind. Denn beim Schlafen können unsere eigenen Bewegungen im Spiegel irritieren – und wer startet schon gut gelaunt in den Tag, wenn das eigene Selbst einem etwas verquollen entgegen schaut?

Gegensätze ziehen sich an

Wichtig ist, dass beide Partner sich in der Gestaltung des Schlafzimmers wiederfinden. Das heißt nicht, dass ein schaler Kompromiss gefunden werden muss. Gerade gegensätzliche Akzente können – wie in der Partnerschaft auch – sehr spannend sein. So ein Gegensatz kann beispielsweise ein opulenter Leuchter und ein formell reduziertes Bett sein. Aber auch ein verspieltes Bett in üppigem Samt auf einem hochglänzend polierten Steinboden. Mann und Frau sollten gleichberechtig repräsentiert sein.

From Zero to Hero mit wenigen Handgriffen

Toll ist es, wenn das Schlafzimmer so gestaltet ist, dass man es mit wenig Aufwand den aktuellen Bedürfnis anpassen kann. Von der Schlafstätte zur „Werkstatt“: sei es mit Lichtstimmungen, Dekoration, Spiegeln, Musik oder einem betörenden Duft. Gerade mit Duft kann man sehr viel Stimmung schaffen und da meine ich nicht die Vanillekerzen vom schwedischen Einrichtungshaus. Alle Sinne sollten bespielt werden.

Schatzkammern der Erotik

Und wie bewahrt man Kondome, Erotik-Spielzeug hübsch, diskret und dennoch für den Ernstfall griffbereit auf? Die Basics kommen in die Nachttischschublade. Je nachdem wie viel Raum der Erotik eingeräumt wird, kann ein schöner kleiner oder auch größerer Lederkoffer, ein erotisches Kabinettschränkchen  oder ein separates „Spielzimmer“ mit Devotionalien der Lust bestückt werden. An dieser Stelle möchte ich das Schlafzimmer mit der Küche vergleichen: Essen wie Erotik sind beides Grundbedürfnisse des Menschen. Manchmal reicht eine kleine Kochnische, um mal schnell etwas warm zu machen. Aber es ist schön zu wissen, dass die Speisekammer voll ist und die Möglichkeit besteht, sich und seinen Partner mit einem opulenten Menü zu verwöhnen.

In diesem Sinne wünsche ich einen Guten Appetit

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